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Artikel: Kühlendes Spannbettlaken: Material, Größe und Steghöhe richtig wählen

Kühlendes Spannbettlaken: Material, Größe und Steghöhe richtig wählen

Kühlendes Spannbettlaken: Material, Größe und Steghöhe richtig wählen

Die Bettdecke können Sie in einer heißen Nacht wegstrampeln. Das Spannbettlaken nicht. Es liegt die ganze Nacht unter Ihnen, auf voller Fläche, direkt an der Körperseite, die am meisten Wärme abgibt. Genau deshalb entscheidet es bei Hitze oft mehr über guten Schlaf als die Decke, und wird beim Kauf trotzdem meist nach Farbe statt nach Material ausgesucht. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welches Material wirklich kühlt und wie Sie Größe und Steghöhe auf Anhieb richtig treffen.

Welches Spannbettlaken kühlt? Die kurze Antwort

Am besten kühlen glatt gewebte Naturfasern: Bambus in Kombination mit Satin-Baumwolle, Leinen und Perkal-Baumwolle. Sie leiten Wärme ab, nehmen Feuchtigkeit auf und fühlen sich beim Hinlegen kühl an.

Schlecht geeignet sind ausgerechnet die beiden verbreitetsten Varianten: Baumwoll-Jersey (das elastische Standard-Spannbettlaken aus dem Möbelhaus) und reine Mikrofaser. Beide speichern Wärme stärker und geben Feuchtigkeit langsamer ab.

Dazu kommen zwei Maße, die über den Sitz entscheiden: die Matratzengröße und die Steghöhe.

Warum das Spannbettlaken bei Hitze mehr zählt als gedacht

Drei Gründe, die für das Laken und gegen die Decke sprechen:

  • Sie können ihm nicht ausweichen. Die Decke lässt sich zurückschlagen, das Laken bleibt. Ein Material, das Wärme staut, staut sie die ganze Nacht.
  • Der Kontakt ist großflächig und dauerhaft. Rücken, Schultern und Beine liegen auf. Über diese Fläche gibt der Körper einen Großteil seiner Wärme ab, den Schweiß gleich mit.
  • Darunter liegt die Matratze. Schaum- und Boxspring-Matratzen leiten Wärme kaum ab. Das Laken ist die einzige Schicht, die Feuchtigkeit von der Haut wegtransportieren kann, bevor sie sich staut.

Die gute Nachricht: Ein Spannbettlaken zu wechseln, ist die günstigste und schnellste Stellschraube im ganzen Bett. Sie müssen weder Matratze noch Decke ersetzen.

Materialien für Spannbettlaken im Vergleich

Material Kühlwirkung Was es für Sie bedeutet Ideal für
Bambus mit Satin-Baumwolle sehr gut seidig-glatt, temperatur- und feuchtigkeitsregulierend, hautfreundlich Schwitzer, empfindliche Haut, ganzjährig
Leinen sehr gut luftig und kühl, markante Naturstruktur, wird mit jeder Wäsche weicher Naturoptik, ausgeprägte Schwitzer
Baumwolle (Perkal) gut matt, glatt, atmungsaktiv, strapazierfähig klassisch-frischer Komfort
Baumwoll-Jersey mäßig dehnbar und bügelfrei, speichert aber Wärme wie ein T-Shirt kühle Jahreszeiten, Kinderbetten
Mikrofaser gering–mäßig pflegeleicht, knitterfrei, günstig; leitet Feuchtigkeit schlechter ab Gästebett, Budget, kühlere Monate
Biber / Flanell sehr gering angeraut und warm den Winter

Der häufigste Fehler: Jersey im Hochsommer

Gut möglich, dass auf Ihrer Matratze gerade ein Jersey-Spannbettlaken liegt. Jersey ist die Standardvariante im Möbel- und Onlinehandel, und das hat gute Gründe: Es ist elastisch, sitzt faltenfrei und muss nicht gebügelt werden. Nur ist Jersey eine Maschenware: gestrickt, nicht gewebt, im Prinzip Baumwollstoff wie bei einem T-Shirt. Zwischen den Maschen sitzt viel Luft, und Luft isoliert. Was im Winter angenehm ist, wird im Hochsommer zur Wärmedämmung.

Wenn Sie nachts schwitzen und nicht wissen, warum: Schauen Sie nach, ob Ihr Laken sich dehnt wie ein T-Shirt. Dann haben Sie die Ursache wahrscheinlich gefunden.

Makroaufnahme zweier Spannbettlaken-Stoffe nebeneinander: links glatt gewebter Bambus-Satin, rechts gestrickter Baumwoll-Jersey mit sichtbaren Maschen
Links gewebt, rechts gestrickt: Beim Bambus-Satin liegen die Fäden flach übereinander, beim Jersey bilden sie Maschen, die Luft einschließen.

Warum Bambus mit Satin-Baumwolle kühlt

Bambusfasern nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie an die Raumluft ab, statt sie an der Haut zu halten. In Satin-Webung entsteht daraus eine glatte, dicht gewebte und trotzdem atmungsaktive Oberfläche, die sich beim Hinlegen spürbar kühl anfühlt.

Unsere Luxus Spannbettlaken aus Bambus und Satin-Baumwolle sind mit einer Fadendichte von 400 TC gewebt: dicht genug für einen glatten, langlebigen Stoff und offen genug, dass Luft zirkuliert. Mehr zur Faser lesen Sie im Ratgeber Bambus-Bettwäsche: Vorteile und für wen sie passt.

Die richtige Größe finden

Die Größe des Spannbettlakens richtet sich nach der Matratze, nicht nach dem Bettgestell. Messen Sie im Zweifel nach, statt sich auf die Bettbeschreibung zu verlassen.

Matratze Passende Größe Typischer Einsatz
90 × 200 cm 90 × 200 Einzelbett, Jugendbett
140 × 200 cm 140 × 200 französisches Bett, schmales Doppelbett
160 × 200 cm 160 × 200 Standard-Doppelbett
180 × 200 cm 180 × 200 Doppelbett, Boxspring
200 × 200 cm 200 × 200 großes Doppelbett
200 × 220 cm 200 × 220 Überlänge, XL-Boxspring

Bei zwei getrennten Matratzen im Doppelbett brauchen Sie zwei einzelne Laken (zum Beispiel zweimal 90 × 200), nicht ein großes. Nur so bleibt jede Matratze einzeln beweglich und das Laken faltenfrei.

Steghöhe: das Maß, das die meisten übersehen

Die Steghöhe ist der seitliche Rand des Lakens. Sie bestimmt, wie tief es über die Matratze reicht. Wird sie falsch gewählt, rutscht das Laken nachts an den Ecken ab, ganz gleich wie gut das Material ist.

So messen Sie richtig: Höhe der Matratze mit dem Zollstock messen. Liegt ein Topper auf, messen Sie Matratze plus Topper zusammen. Zu dieser Höhe wählen Sie die passende Steghöhe.

Ihre Situation Passende Steghöhe
Standard-Matratze, 18–25 cm hoch 25 cm
Hohe Matratze oder Matratze mit Topper 25 cm, notfalls höher
Nur ein Topper (auf Boxspringbett) rund 13 cm
Matratze unter 15 cm, z. B. Gästebett niedrige Steghöhe, sonst wirft das Laken Falten

Deshalb gibt es unsere Spannbettlaken in zwei Ausführungen: mit 25 cm Steghöhe für normale Matratzen und mit 13 cm speziell für Boxspring-Topper. Ein zu großer Steg ist dabei das kleinere Übel: Ein zu kleiner springt beim Umdrehen ab.

Passform und Halt: worauf es beim Gummizug ankommt

Zwei Laken aus demselben Stoff können sich völlig unterschiedlich verhalten. Der Unterschied liegt im Gummi:

  • Rundum-Gummizug hält das Laken auf allen vier Seiten. Es bleibt glatt, auch wenn Sie sich nachts viel drehen.
  • Gummi nur an den Ecken ist günstiger, gibt an den Längsseiten aber nach. Das Laken wirft Falten. Und Falten sind genau die Stellen, an denen sich Wärme staut und die Haut morgens Abdrücke zeigt.

Ein glatt sitzendes Laken ist bei Hitze also nicht nur eine Frage der Optik: Nur wo der Stoff vollflächig aufliegt, kann er Wärme und Feuchtigkeit auch wirklich ableiten.

In 5 Schritten zum richtigen Spannbettlaken

  1. Matratze messen. Länge, Breite und Höhe, inklusive Topper, falls vorhanden.
  2. Material nach Jahreszeit wählen. Wenn Sie nachts schwitzen: Bambus-Satin, Perkal oder Leinen statt Jersey oder Mikrofaser.
  3. Steghöhe zur gemessenen Höhe passend bestimmen. Im Zweifel die größere Variante nehmen.
  4. Auf Rundum-Gummizug achten. Er entscheidet über faltenfreien Sitz und Halt.
  5. Auf Schadstoffprüfung schauen. Bei direktem, nächtlichem Hautkontakt ist ein Nachweis wie OEKO-TEX® STANDARD 100 ein sinnvolles Kriterium.

Pflege: damit das Laken kühl bleibt

  • Bei 60 °C waschbar, im Sommer sinnvoll: Schweiß und Hautschuppen gehen zuverlässig raus.
  • Auf Weichspüler verzichten. Er legt sich als Film um die Faser und bremst genau die Feuchtigkeitsaufnahme, für die Sie das Material gekauft haben.
  • Nur kurz in den Trockner oder gleich aufhängen. Leicht feucht abgenommen, lässt sich das Laken faltenfrei aufziehen.
  • Zwei Laken im Wechsel. In heißen Wochen lohnt sich häufigeres Wechseln; ein zweites Laken macht das praktikabel.

Fazit: Material entscheidet, Maße entscheiden mit

Wer bei Hitze besser schlafen will, sollte zuerst das Laken tauschen, auf dem er liegt. Glatt gewebte Naturfasern wie Bambus mit Satin-Baumwolle, Perkal oder Leinen leiten Wärme ab und halten das Bett trocken. Jersey und Mikrofaser tun das nicht. Damit dieser Effekt ankommt, muss das Laken faltenfrei sitzen: passende Größe, richtig gemessene Steghöhe, Rundum-Gummizug.

Kühlendes Bambus-Spannbettlaken in Ihrer Größe finden: Unsere Luxus Spannbettlaken gibt es mit 400 TC in sechs Größen von 90 × 200 bis 200 × 220 cm, wahlweise mit 25 cm Steghöhe oder als Topper-Variante mit 13 cm. Wer es gemustert mag, findet dieselbe Qualität im Streifendesign; die pflegeleichte Alternative ist das Mikrofaser-Spannbettlaken. Die gesamte Auswahl sehen Sie in der Kollektion. Und falls die Steghöhe doch nicht passt: Innerhalb Deutschlands liefern wir versandkostenfrei, mit 30 Tagen Rückgaberecht und kostenfreier Retoure.

Wie Sie den Rest des Bettes auf heiße Nächte einstellen (Decke, Bezug und Materialwahl), lesen Sie im Ratgeber Kühlende Bettwäsche für heiße Nächte.

Häufige Fragen zum kühlenden Spannbettlaken

Welches Bettlaken kühlt am besten?

Glatt gewebte Naturfasern kühlen am besten, also Bambus mit Satin-Baumwolle, Perkal-Baumwolle oder Leinen. Sie führen Körperwärme ab und nehmen Feuchtigkeit auf, statt sie auf der Haut zu lassen. Jersey und reine Mikrofaser speichern Wärme länger und trocknen langsamer.

Ist ein Bambus-Spannbettlaken auch im Winter sinnvoll?

Ja. Bambus mit Satin-Baumwolle reguliert die Temperatur in beide Richtungen: Im Sommer leitet das Gewebe Wärme ab, im Winter hält es sie am Körper. Ein Materialwechsel nach Jahreszeit ist damit nicht nötig.

Welche Steghöhe brauche ich?

Messen Sie die Höhe Ihrer Matratze, bei aufliegendem Topper Matratze und Topper zusammen. Für Standard-Matratzen von 18 bis 25 cm passt eine Steghöhe von 25 cm. Für einen einzelnen Boxspring-Topper reichen rund 13 cm.

Warum rutscht mein Spannbettlaken ständig ab?

Meist ist die Steghöhe zu gering für die Matratze, oder das Laken hat nur an den Ecken Gummi statt eines Rundum-Gummizugs. Beides führt dazu, dass sich die Ecken beim Umdrehen lösen.

Ist Jersey für den Sommer geeignet?

Nur eingeschränkt. Jersey ist Maschenware und schließt viel Luft ein, die isoliert. Das ist in kühlen Monaten angenehm und im Hochsommer hinderlich. Wer nachts schwitzt, fährt mit gewebtem Bambus-Satin, Perkal oder Leinen besser.

Wie oft sollte man das Spannbettlaken im Sommer wechseln?

In heißen Wochen etwa wöchentlich. Das Laken nimmt nachts Schweiß und Hautschuppen auf; frisch bezogen fühlt es sich spürbar trockener und kühler an.

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