
Kühlendes Spannbettlaken: Material, Größe und Steghöhe richtig wählen
Zuletzt aktualisiert im August 2026
Die Bettdecke können Sie in einer heißen Nacht wegstrampeln. Das Spannbettlaken nicht. Es liegt die ganze Nacht unter Ihnen, auf voller Fläche, direkt an der Körperseite, die am meisten Wärme abgibt. Genau deshalb entscheidet es bei Hitze oft mehr über guten Schlaf als die Decke, und wird beim Kauf trotzdem meist nach Farbe statt nach Material ausgesucht. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welches Material wirklich kühlt und wie Sie Größe und Steghöhe auf Anhieb richtig treffen.
Welches Spannbettlaken kühlt? Die kurze Antwort
Am besten kühlen glatt gewebte Stoffe: Bambus-Viskose in Kombination mit Satin-Baumwolle, Leinen und Perkal-Baumwolle. Sie leiten Wärme ab, nehmen Feuchtigkeit auf und fühlen sich beim Hinlegen kühl an.
Schlecht geeignet sind ausgerechnet die beiden verbreitetsten Varianten: Baumwoll-Jersey (das elastische Standard-Spannbettlaken aus dem Möbelhaus) und reine Mikrofaser. Beide speichern Wärme stärker und geben Feuchtigkeit langsamer ab.
Dazu kommen zwei Maße, die über den Sitz entscheiden: die Matratzengröße und die Steghöhe.
Warum das Spannbettlaken bei Hitze mehr zählt als gedacht
Drei Gründe, die für das Laken und gegen die Decke sprechen:
- Sie können ihm nicht ausweichen. Die Decke lässt sich zurückschlagen, das Laken bleibt. Ein Material, das Wärme staut, staut sie die ganze Nacht.
- Der Kontakt ist großflächig und dauerhaft. Rücken, Schultern und Beine liegen auf. Über diese Fläche gibt der Körper einen Großteil seiner Wärme ab, den Schweiß gleich mit.
- Darunter liegt die Matratze. Schaum- und Boxspring-Matratzen leiten Wärme kaum ab. Das Laken ist die einzige Schicht, die Feuchtigkeit von der Haut wegtransportieren kann, bevor sie sich staut.
Die gute Nachricht: Ein Spannbettlaken zu wechseln, ist die günstigste und schnellste Stellschraube im ganzen Bett. Sie müssen weder Matratze noch Decke ersetzen.
Materialien für Spannbettlaken im Vergleich
| Material | Kühlwirkung | Was es für Sie bedeutet | Ideal für |
|---|---|---|---|
| Bambus-Viskose mit Satin-Baumwolle | sehr gut | seidig-glatt, temperatur- und feuchtigkeitsregulierend, hautfreundlich | Schwitzer, empfindliche Haut, ganzjährig |
| Leinen | sehr gut | luftig und kühl, markante Naturstruktur, wird mit jeder Wäsche weicher | Naturoptik, ausgeprägte Schwitzer |
| Baumwolle (Perkal) | gut | matt, glatt, atmungsaktiv, strapazierfähig | klassisch-frischer Komfort |
| Baumwoll-Jersey | mäßig | dehnbar und bügelfrei, speichert aber Wärme wie ein T-Shirt | kühle Jahreszeiten, Kinderbetten |
| Mikrofaser | gering–mäßig | pflegeleicht, knitterfrei, günstig; leitet Feuchtigkeit schlechter ab | Gästebett, Budget, kühlere Monate |
| Biber / Flanell | sehr gering | angeraut und warm | den Winter |
Der häufigste Fehler: Jersey im Hochsommer
Gut möglich, dass auf Ihrer Matratze gerade ein Jersey-Spannbettlaken liegt. Jersey ist die Standardvariante im Möbel- und Onlinehandel, und das hat gute Gründe: Es ist elastisch, sitzt faltenfrei und muss nicht gebügelt werden. Nur ist Jersey eine Maschenware: gestrickt, nicht gewebt, im Prinzip Baumwollstoff wie bei einem T-Shirt. Zwischen den Maschen sitzt viel Luft, und Luft isoliert. Was im Winter angenehm ist, wird im Hochsommer zur Wärmedämmung.
Wenn Sie nachts schwitzen und nicht wissen, warum: Schauen Sie nach, ob Ihr Laken sich dehnt wie ein T-Shirt. Dann haben Sie die Ursache wahrscheinlich gefunden.
Warum Bambus mit Satin-Baumwolle kühlt
Die Faser nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie an die Raumluft ab, statt sie an der Haut zu halten. In Satin-Webung entsteht daraus eine glatte, dicht gewebte und trotzdem atmungsaktive Oberfläche, die sich beim Hinlegen kühl anfühlt und nicht an der Haut klebt.
Ein Hinweis zur Faser, den die meisten Ratgeber auslassen: Aus Bambus lässt sich kein Garn direkt spinnen, die Halme werden zu Zellulose aufgeschlossen und im Viskoseverfahren zur Faser versponnen. Korrekt heißt sie deshalb Viskose, und genau so steht sie auch in unserer Materialangabe. Was sie mitbringt, ist der seidige Griff und die Feuchtigkeitsaufnahme. Wer Ihnen eine reine Naturfaser aus Bambus verkaufen will, verkauft Ihnen ebenfalls Viskose.
Unsere Luxus Spannbettlaken bestehen aus 65 % Viskose aus Bambuszellulose und 35 % Satin-Baumwolle, gewebt mit einer Fadendichte von 400 TC: dicht genug für einen glatten, langlebigen Stoff und offen genug, dass Luft zirkuliert. Mehr zur Faser lesen Sie im Ratgeber Bambus-Bettwäsche: Vorteile und für wen sie passt.
Die richtige Größe finden
Die Größe des Spannbettlakens richtet sich nach der Matratze, nicht nach dem Bettgestell. Messen Sie im Zweifel nach, statt sich auf die Bettbeschreibung zu verlassen.
| Matratze | Passende Größe | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 90 × 200 cm | 90 × 200 | Einzelbett, Jugendbett |
| 140 × 200 cm | 140 × 200 | französisches Bett, schmales Doppelbett |
| 160 × 200 cm | 160 × 200 | Standard-Doppelbett |
| 180 × 200 cm | 180 × 200 | Doppelbett, Boxspring |
| 200 × 200 cm | 200 × 200 | großes Doppelbett |
| 200 × 220 cm | 200 × 220 | Überlänge, XL-Boxspring |
Bei zwei getrennten Matratzen im Doppelbett brauchen Sie zwei einzelne Laken (zum Beispiel zweimal 90 × 200), nicht ein großes. Nur so bleibt jede Matratze einzeln beweglich und das Laken faltenfrei.
Für Deckenbezug und Kissenbezug gilt eine andere Logik: Dort zählt nicht die Matratze, sondern das Maß Ihrer Decke. Die Zuordnung aller Größen steht im Größen-Guide.
Steghöhe: das Maß, das die meisten übersehen
Die Steghöhe ist der seitliche Rand des Lakens. Sie bestimmt, wie tief es über die Matratze reicht. Wird sie falsch gewählt, rutscht das Laken nachts an den Ecken ab, ganz gleich wie gut das Material ist.
So messen Sie richtig: Höhe der Matratze mit dem Zollstock messen. Liegt ein Topper auf, messen Sie Matratze plus Topper zusammen. Zu dieser Höhe wählen Sie die passende Steghöhe.
| Ihre Situation | Passende Steghöhe |
|---|---|
| Standard-Matratze, 18–25 cm hoch | 25 cm |
| Hohe Matratze oder Matratze mit Topper | 25 cm, notfalls höher |
| Nur ein Topper (auf Boxspringbett) | rund 13 cm |
| Matratze unter 15 cm, z. B. Gästebett | niedrige Steghöhe, sonst wirft das Laken Falten |
Deshalb gibt es unsere Spannbettlaken in zwei Ausführungen: mit 25 cm Steghöhe für normale Matratzen und mit 13 cm speziell für Boxspring-Topper. Ein zu großer Steg ist dabei das kleinere Übel: Ein zu kleiner springt beim Umdrehen ab.
Passform und Halt: worauf es beim Gummizug ankommt
Zwei Laken aus demselben Stoff können sich völlig unterschiedlich verhalten. Der Unterschied liegt im Gummi:
- Rundum-Gummizug hält das Laken auf allen vier Seiten. Es bleibt glatt, auch wenn Sie sich nachts viel drehen.
- Gummi nur an den Ecken ist günstiger, gibt an den Längsseiten aber nach. Das Laken wirft Falten. Und Falten sind genau die Stellen, an denen sich Wärme staut und die Haut morgens Abdrücke zeigt.
Ein glatt sitzendes Laken ist bei Hitze also nicht nur eine Frage der Optik: Nur wo der Stoff vollflächig aufliegt, kann er Wärme und Feuchtigkeit ableiten.
Elastan im Gewebe: warum wir darauf verzichten
Es gibt einen zweiten Weg, ein Laken straff zu bekommen: Elastan direkt in den Stoff einweben. Der Vorteil liegt auf der Hand, das Gewebe dehnt sich, lässt sich leichter über die Matratze ziehen und spannt glatter. Deshalb steckt in vielen Spannbettlaken Elastan, besonders in Jersey-Ware.
In unseren Laken ist keines. Die Materialangabe lautet 65 % Viskose und 35 % Baumwolle, den Halt übernimmt allein der Rundum-Gummizug. Drei Gründe sprechen für diese Entscheidung, und nur der erste betrifft Ihren Schlaf direkt:
- Elastan trägt nichts zum Schlafklima bei. Es leitet keine Wärme ab und nimmt keine Feuchtigkeit auf. Jeder Prozentpunkt Elastan ersetzt Fasern, die beides können.
- Weniger Kunststoffabrieb beim Waschen. Synthetische Fasern lösen sich in der Maschine in winzigen Bruchstücken, die das Abwasser mitnimmt. Was nicht im Stoff steckt, kann sich auch nicht lösen.
- Einfacher zu verwerten. Mischgewebe mit Elastan gelten in der Textilverwertung als schwer trennbar.
Das hat eine Bedingung: Die Steghöhe muss stimmen. Wo Elastan ein zu knapp gewähltes Laken noch über die Dehnung auffängt, zählt bei unserem Gewebe das nachgemessene Maß aus dem vorigen Abschnitt. Sitzt es, liegt das Laken glatt, Nacht für Nacht.
In 5 Schritten zum richtigen Spannbettlaken
- Matratze messen. Länge, Breite und Höhe, inklusive Topper, falls vorhanden.
- Material nach Jahreszeit wählen. Wenn Sie nachts schwitzen: Bambus-Satin, Perkal oder Leinen statt Jersey oder Mikrofaser.
- Steghöhe zur gemessenen Höhe passend bestimmen. Im Zweifel die größere Variante nehmen.
- Auf Rundum-Gummizug achten. Er entscheidet über faltenfreien Sitz und Halt, ganz ohne Elastan im Gewebe.
- Auf Schadstoffprüfung schauen. Bei direktem, nächtlichem Hautkontakt ist ein Nachweis wie OEKO-TEX® STANDARD 100 ein sinnvolles Kriterium.
Pflege: damit das Laken kühl bleibt
- Bei 40 °C waschen. Das reicht für Hygiene und schont die Faser. Wer im Hochsommer mehr will, gibt einen Hygienespüler dazu, statt die Temperatur hochzudrehen.
- Auf Weichspüler verzichten. Er legt sich als Film um die Faser und bremst genau die Feuchtigkeitsaufnahme, für die Sie das Material gekauft haben.
- Nur kurz in den Trockner oder gleich aufhängen. Leicht feucht abgenommen, lässt sich das Laken faltenfrei aufziehen.
- Zwei Laken im Wechsel. In heißen Wochen lohnt sich häufigeres Wechseln; ein zweites Laken macht das praktikabel.
Laken und Bezug aufeinander abstimmen
Ein kühlendes Laken unter einem Bezug, der die Wärme oben festhält, arbeitet gegen sich selbst. Das Laken leitet die Feuchtigkeit nach unten ab, oben staut sie sich trotzdem. Deshalb lohnt es sich, für beides dasselbe Gewebe zu wählen: Was der Körper an Wärme und Feuchtigkeit abgibt, findet dann auf jeder Seite denselben Weg nach außen.
Dieselbe Qualität gibt es als Luxus Bettwäsche: identisches Gewebe mit 400 TC, dieselben fünf Farben. Worauf es bei Decke und Bezug im Sommer sonst ankommt, steht im Ratgeber Kühlende Bettwäsche für heiße Nächte.
Fazit: Material entscheidet, Maße entscheiden mit
Wer bei Hitze besser schlafen will, sollte zuerst das Laken tauschen, auf dem er liegt. Glatt gewebte Stoffe wie Bambus-Viskose mit Satin-Baumwolle, Perkal oder Leinen leiten Wärme ab und halten das Bett trocken. Jersey und Mikrofaser tun das nicht. Damit dieser Effekt ankommt, muss das Laken faltenfrei sitzen: passende Größe, richtig gemessene Steghöhe, Rundum-Gummizug.
Kühlendes Bambus-Spannbettlaken in Ihrer Größe finden: Unsere Luxus Spannbettlaken gibt es mit 400 TC in sechs Größen, von 90 × 200 bis 200 × 220 cm. Die Steghöhe wählen Sie dazu: 25 cm für die Matratze, 13 cm für den Topper. Wer es gemustert mag, findet dieselbe Qualität im Streifendesign; die pflegeleichte Alternative ist das Mikrofaser-Spannbettlaken. Die gesamte Auswahl sehen Sie in der Kollektion. Und falls die Steghöhe doch nicht passt: Innerhalb Deutschlands liefern wir versandkostenfrei, mit 30 Tagen Rückgaberecht und kostenfreier Retoure.
Häufige Fragen zum kühlenden Spannbettlaken
Welches Bettlaken kühlt am besten?
Glatt gewebte Stoffe kühlen am besten, also Bambus-Viskose mit Satin-Baumwolle, Perkal-Baumwolle oder Leinen. Sie führen Körperwärme ab und nehmen Feuchtigkeit auf, statt sie auf der Haut zu lassen. Jersey und reine Mikrofaser speichern Wärme länger und trocknen langsamer.
Ist ein Bambus-Spannbettlaken auch im Winter sinnvoll?
Ja. Bambus mit Satin-Baumwolle reguliert die Temperatur in beide Richtungen: Im Sommer leitet das Gewebe Wärme ab, im Winter hält es sie am Körper. Ein Materialwechsel nach Jahreszeit ist damit nicht nötig.
Welche Steghöhe brauche ich?
Messen Sie die Höhe Ihrer Matratze, bei aufliegendem Topper Matratze und Topper zusammen. Für Standard-Matratzen von 18 bis 25 cm passt eine Steghöhe von 25 cm. Für einen einzelnen Boxspring-Topper reichen rund 13 cm.
Warum rutscht mein Spannbettlaken ständig ab?
Meist ist die Steghöhe zu gering für die Matratze, oder das Laken hat nur an den Ecken Gummi statt eines Rundum-Gummizugs. Beides führt dazu, dass sich die Ecken beim Umdrehen lösen.
Ist Jersey für den Sommer geeignet?
Nur eingeschränkt. Jersey ist Maschenware und schließt viel Luft ein, die isoliert. Das ist in kühlen Monaten angenehm und im Hochsommer hinderlich. Wer nachts schwitzt, fährt mit gewebtem Bambus-Satin, Perkal oder Leinen besser.
Wie oft sollte man das Spannbettlaken im Sommer wechseln?
In heißen Wochen etwa wöchentlich. Das Laken nimmt nachts Schweiß und Hautschuppen auf; frisch bezogen fühlt es sich spürbar trockener und kühler an.
Ist Bambus eine Naturfaser?
Nein. Die Halme sind zu kurz und zu hart, um sie direkt zu verspinnen. Für Textilien wird die Zellulose chemisch herausgelöst und zu Viskose weiterverarbeitet. Nach der Textilkennzeichnungsverordnung muss die Faser deshalb als Viskose ausgewiesen werden. Wer mit reiner Bambus-Naturfaser wirbt, meint dasselbe Material.
Enthalten die MAGANO Spannbettlaken Elastan?
Nein, im Gewebe steckt kein Elastan: 65 Prozent Viskose aus Bambuszellulose, 35 Prozent Satin-Baumwolle. Für den Halt sorgt ein Rundum-Gummizug. So bleibt der Stoff frei von synthetischen Fasern, die zum Schlafklima nichts beitragen. Achten Sie deshalb auf die passende Steghöhe: Der Halt kommt hier vollständig aus dem Gummizug, nicht aus der Dehnung des Stoffs.
Bei wie viel Grad wäscht man ein Bambus-Spannbettlaken?
Bei 40 Grad im Baumwoll- oder Schonwaschgang mit Flüssigwaschmittel. Höhere Temperaturen belasten die Viskosefaser, ohne die Wäsche sauberer zu machen. Für mehr Hygiene an heißen Tagen eignet sich ein Hygienespüler.


